Zeeland, mit der Hauptstadt Middelburg, liegt in den Niederlanden und wird auf deutsch Seeland bezeichnet. Es liegt in der Nähe der belgischen Grenze und umfasst auch einige Inseln und Halbinseln.
Historiker haben herausgefunden, dass dieses Gebiet im Altertum von den Menapiern bewohnt war. Im Jahr 52 v. Chr. wurden diese von den Römern unterworfen. Die Menapier verehrten die Göttin Nehalennia, welche die Schützerin der Seemänner war. Sehenswürdig sind die Ruinen ihres Tempels in Colijnsplaat, der aus der römischen Zeit stammt. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts hat der germanische Stamm der Friesen Walcheren besiedelt.
Hundert Jahre später wurde Zeeland von den Franken erobert und damit begann auch die Christianisierung dieses Gebietes von dem Mönchen Willibrord. In den kommenden Jahrhunderten wurde Zeeland von Normannen beherrscht, die oft von Wikingern angegriffen wurden.
Beginnend mit dem Mittelalter wird Zeeland durch das Meereswasser bedroht, denn ein großer Teil des Gebietes liegt unter dem Meeresspiegel. In der Neuzeit waren viele zeeländische Städte, unter denen auch die heutige Hauptstadt Middelburg, wichtige Handelsstädte.
1953 starben bei einer Überflutung mehr als 1800 Menschen, was den Bau von Dämmen (Deltawerke) bewirkte.
Sehenwürdig sind die Städte Middelburg, mit ihrer Abtei und Rathaus, und Vlissingen, sowie die Deltawerke, die von vielen das "Achte Weltwunder" genannt werden.